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Kontinuierlicher Ausbau

Die «Linde» war schon damals ein stattliches Anwesen; an das markante Haupthaus am Lindenplatz, in dem sich das Restaurant und ein Nebenzimmer sowie drei Gästezimmer befanden, schloss sich an der Nordseite ein Anbau an, in dessen Obergeschoss ein Saal Platz für 80 Personen bot. Weiter nördlich – da, wo sich heute das Musikgeschäft Foser und die darüber liegenden Wohnungen befinden – stand ein grosses Landwirtschaftsgebäude.

Emma_Fritz1920 gliederte Arnold Thöny seinem Betrieb ein Depot für Löwengartenbier an. Als er 1943 starb, übernahm sein Sohn Arnold das Bierdepot, während die Führung der «Linde» an Fritz und Emma Thöny überging.

In Liechtenstein waren damals erste Anzeichen eines aufblühenden Fremdenverkehrs erkennbar: 1943 eröffnete Pfarrer Albert Emmenegger in Schaan sein Kräuter- und Kneippbad St. Laurentius und 1944 verabschiedete der Landtag das erste Gesetz betreffend die Förderung des Fremdenverkehrs. Ausserdem weilten aufgrund der Kriegsereignisse in Europa zahlreiche Emigranten in Liechtenstein, die Unterkünfte benötigten.

Hotel_Linde_1955Unter diesen Vorzeichen entschlossen sich Fritz und Emma Thöny zu einer Erweiterung. Gegen Westen wurde 1944 ein Anbau mit einem Saal für 150 Personen im Erdgeschoss und 20 Fremdenzimmern in den Obergeschossen realisiert. Im Untergeschoss befand sich eine Kegelbahn. In einer weiteren Umbauphase wurden 1953 der Eingangsbereich und die Räume des Restaurants den gestiegenen Ansprüchen angepasst, 1956 entstanden anstelle des alten Saals vier weitere Fremdenzimmer und ein Aufenthaltsraum für Hotelgäste, der bei Anlässen im neuen Saal als Bar benutzt werden konnte.